Freie Schule Altmark e.V.

Trägerverein der Grundschule und Kita in Depekolk und des Waldkindergartens in Poppau

Jeweils ab August jeden Jahres bietet die Kindertagesstätte einen Platz für ein FSJ an. Damit ihr euch besser vorstellen könnt, wie das FSJ in der Kita "Purzelbaum" aussieht, haben wir einen Bericht mit unserer FSJlerin Lisa zusammengestellt:

„Die Abwechslung macht’s“

bringt es Lisa Hübner auf den Punkt. Das Team vom Kindergarten „Purzelbaum“ wird derzeit von einer jungen Frau verstärkt. Lisa Hübner absolviert ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Einrichtung des Vereins „Freie Schule Altmark“ in Depekolk. Die Aufgaben sind vielfältig - das Spektrum reicht von der Betreuung der Kinder bis zum Backen und Töpfern. Zwischendurch sind auch organisatorische Fähigkeiten gefragt. Die vielfältigen Tätigkeiten bestätigen die 20-Jährige täglich darin, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Seit vergangenem August absolviert die junge Frau aus Klötze in der Kindertagesstätte „Purzelbaum“ ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). Lisas Berufswunsch ist es Erzieherin zu werden. So kam sie auf die Idee nach 12 Jahren Schule erst mal in die Praxis zu schnuppern, um ganz andere Erfahrungen zu sammeln. „Außerdem“, fügt sie hinzu, „denke ich, dass sich meine Chancen auf einen Ausbildungsplatz erhöhen.“ Derzeit bewirbt sie sich in Stendal und Rostock als Sozialassistentin und dann weiterführend als Erzieherin.“

„In der Nähe von zu Hause was attraktives gefunden“

Von den zur Auswahl stehenden Einsatzstellen war der Kindergarten „Purzelbaum“ der Erste, der sie zu einem Bewerbungsgespräch einlud. Schon nach den ersten Wochen war sie begeistert von den Kleinen und den Großen. Lisa beaufsichtigt gemeinsam mit den Pädagogen die Kinder, macht mit beim Perlenstecken oder Murmelbahn bauen oder bereitet die Lernangebote vor und stellt zum Beispiel alle Materialien für das Kindertöpfern zusammen.Neben dem Alltag mit den Kindern gefällt Lisa, dass sie eng mit den Erzieherinnen zusammen arbeitet und an den Teamsitzungen teilnimmt. Auch an die Grundschule im selben Haus und die dortigen Pädagogen besteht eine enge Anbindung. Neben ihrem Interesse an der Montessori-Ausrichtung der Kita, gefällt der jungen Frau, dass sie nicht nur die Kinder beim Basteln und Spielen begleitet, sondern auch beim wöchentlichen Waldtag dabei sein kann: „Es ist sehr schön zusehen, wie sich die Kinder auch mal ohne Spielzeug beschäftigen können und mit dem glücklich sind, was sie im Wald finden.“, erläutert sie.

 


„Es sind die kleinen Momente, die mich begeistern“

Nach dem schönsten Erlebnis befragt, erzählt Lisa von den Momenten, in denen sie merkt, dass ihr die Kinder richtig ans Herz gewachsen sind. „Es fasziniert mich zu sehen, wie zum Beispiel ein sehr stilles Kind, im Spielen so viel Ausdruckskraft findet und sich Gedanken macht und dann darüber auch erzählen kann.“ Lisa ist 5 Tage in der Woche von 8-16 Uhr im Einsatz. Sie bekommen 350 Euro Taschengeld im Monat und 30 Tage Urlaub im Jahr. Das Kindergeld steht den Freiwilligen ebenfalls zu.

Ergänzt wird das FSJ von mehreren einwöchigen Bildungsseminaren, die der Träger, der Internationale Jugendgemeinschaftsdienste (IJGD) organisiert. Ganz unterschiedlich sind die Themen, mit denen sich die Jugendlichen dort beschäftigen, zum Beispiel erfahren sie etwas über Erlebnispädagogik, Erste Hilfe oder besuchen andere Einsatzstellen wie Universitäten, Behinderteneinrichtungen und Jugendzentren. „Die Seminare bringen für mich eine schöne Abwechslung zu den Schultagen“, berichtet Lisa. „Ich treffe dort viele Menschen, die ich sehr spannend finde und freue mich immer wieder auf die nächste Seminarwoche und den Austausch“, erzählt sie von den Begegnungen mit den Jugendlichen aus den anderen FSJ-Einsatzstellen in Sachsen-Anhalt.