Freie Schule Altmark e.V.

Trägerverein der Grundschule und Kita in Depekolk und des Waldkindergartens in Poppau

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27.02.2020

Wir suchen Dich!

Willst Du dabei sein?

Zum 1.4.20 starten wir einen integrativen Hort mit 15 Kindern und suchen Dich für unser Team!

Wir sind seit 25 Jahren anerkannter Trägerverein der freien Jugendhilfe und arbeiten seitdem erfolgreich in Grundschule, Kita, Hort und Waldkindergarten. Unser pädagogischer Schwerpunkt liegt u. a. in der Montessori Pädagogik. Du solltest die Bereitschaft für Fortbildungen in diesem Bereich mitbringen, wir unterstützen Dich in der Umsetzung! Da wir klein und familiär strukturiert sind, erwartet Dich bei uns neben Professionalität auch Herzlichkeit und konstruktives Miteinander. Denn wir möchten als gutes Beispiel unseren Kindern voran gehen.

Dich erwartet ein kleines Team mit regelmäßigen Teamsitzungen, Supervisionen und kollegialem Austausch mit den anderen Einrichtungen. Auf Deine Mitwirkung freuen wir uns!

 

Bewirb Dich jetzt mit Deiner Qualifikation zum 1.4.20 oder später:

  • Erzieher*in
  • Heilpädagoge/-in
  • Heilerziehungspfleger*in 
  • Gesundheits- und Krankenpfleger*in
  • Ergotherapeut*in
  • Logopäde/-in
  • Physiotherapeut*in
  • Vergleichbare Qualifikation

 

Wir bieten Dir einen Beschäftigungsumfang von 16 Wochenstunden oder weniger am Standort Salzwedel. Die Vergütung erfolgt nach dem TvÖD-SuE Tarif, je nach Qualifikation und Erfahrung.

Richte Deine Bewerbung bitte an:

Postalisch: Freie Schule Altmark e.V., Myriam Tzschentke, Depekolk 3, 29410 Salzwedel

ODER

GERNE per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wir freuen uns auf Dich!

25 Jahre Freie Schule Altmark

25 Jahre Kindergarten Purzelbaum

25 Jahre Hengstenberg Arbeit in Depekolk

Zu diesem Anlass laden wir Sie herzlich zu unserer 3-stündigen Weiterbildung mit Peter Fuchs ein!


Verstehen kommt von Stehen – Einführung in die Spiel- und Bewegungspädagogik Elfriede Hengstenbergs

Kinder brauchen Bewegung. Aber welche, damit sie ihr inneres und äußeres Gleichgewicht wieder finden? Dieser Fragestellung der Gymnastiklehrerin Elfriede Hengstenberg (1892-1992) kommt, angesichts der Problematik vieler Kinder unserer Zeit, die sich in ihrer Haltung, Motorik, Emotionalität und Lernbereitschaft ausdrückt, wachsende Aktualität zu.


Mit der Umsetzung des Spiel- und Bewegungsansatzes von Elfriede Hengstenberg in Kitas und Grundschulen schaffen wir günstige Bedingungen für Entfaltungs- und Nachentfaltungsprozesse bei Kindern.

Nach 25 Jahren Praxis mit dem Hengstenberg-Spiel wissen wir: Es bekommt unseren Kindern gut, wenn wir erwachsene Begleiter wissen wie.
Wichtige Impulse für eine, an der natürlichen Lernbereitschaft von Kindern orientierten Begleitung, können wir aus der Hengstenberg-Arbeit bekommen. Auf deren bewährte Spielpraxis können wir uns theoretisch und praktisch (Bewegungsexperimente) beziehen.

Die Weiterbildung findet am Mittwoch, den 1.4.2020 von 14°°-17°° Uhr, in den Räumlichkeiten des FSA e.V. in Depekolk Nr.3, statt.

Anmeldungen bitte direkt in der Kita bei Frau Tzschentke unter der Tel.-Nr. 039032-98122. Bei Teilnahme freuen wir uns über eine kleine Spende.

Bitte mitbringen: Bewegungsfreundliche Kleidung, Wollsocken, Wolldecke, wir bewegen uns auch barfuß.

Es begleitet: M. Peter Fuchs, Gymnasiallehrer, Spiel-/Bewegungspädagoge nach Hengstenberg, Referent der Hengstenberg-Pikler-Gesellschaft e.V., Fachbuchautor.

Mit einem fünfköpfigen Team nahmen wir vor einigen Tagen am Schach-Regionalausscheid "Jugend trainiert für Olympia" für Grundschulmannschaften teil. Schach ist zwar nach wie vor keine olympische Disziplin, auch wenn sich der Weltschachbund schon seit vielen Jahren um die Aufnahme in den erlesenen Kreis der olympischen Sportarten bemüht. Zum Glück darf die Jugend aber auch unabhängig von diesen großen sportpolitischen Entscheidungen trainieren und Wettkampferfahrungen sammeln. Das "Jugend trainiert für Olympia"-Programm stellt Gelder bereit, die die Ausrichtung entsprechender Nachwuchs-Veranstaltungen und -Turniere ermöglichen.

Lange Vorrede, kurzer Sinn: Wir nahmen den langen Weg nach Mahlwinkel (bei Tangerhütte) auf uns, trafen dort auf sieben weitere Grundschulteams aus westlicher und östlicher Altmark, spielten Schach, vertilgten in den Spielpausen dargebotenen Kuchen, spielten erneut, aßen Kuchen, spielten wieder usw. Der Jeder-gegen-jeden-Turniermodus bescherte uns sieben Partien, die wir alle erfolgreich bestreiten konnten: Eine Begegnung endete unentschieden, die übrigen sechs Spiele wurden gewonnen. Damit sicherten sich unsere fünf Depekolker Jungen den Gesamtsieg des Turniers vor den Grundschulmannschaften und einen eindrucksvollen Pokal, der nun in unserem Schulflur zu bestaunen ist. Mit diesem Ergebnis sind wir natürlich auch qualifiziert für die nächste Wettbewerbsrunde, den Landesausscheid, bei dem die besten Teams aus den sachsen-anhaltinischen Regionen aufeinander treffen werden. Ehrensache, dass wir an diesem Landesausscheid im Frühling 2020 dann ebenfalls teilnehmen wollen.

Ich freue mich über dieses stolze Ergebnis, aber fast noch mehr über den Umstand, dass wir überhaupt teilgenommen haben, denn dies war über einige Wochen unklar. Der größere Teil meiner Schachjungen benötigte viel Zureden und Ermutigung, viel Erklären und Angst nehmen, um sich die Herausforderung Turnierteilnahme überhaupt zuzutrauen. Für dieses Mut sammeln und "Über den eigenen Schatten springen" haben sich die Fünf nun selbst belohnt. Prima!

Besonders hervor heben möchte ich abschließend noch Basti, der alle sieben Partien an Brett 1 spielte und sich dort mit den spielstärksten Spielern der Gegenmannschaften messen musste. Basti konnte alle seine sieben Partien für sich entscheiden und somit einen bedeutenden Teil zum Erfolg des ganzen Teams beitragen. Respekt!

Henning

Die Finanzierung der Schulen in freier Trägerschaft ist seit Jahrzehnten eine strittige Angelegenheit, die nicht nur auf der politischen Bühne, sondern immer wieder auch in Gerichtssälen verhandelt wird. Wegweisend war die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, als es 1987 überzeugend darlegte, dass sich aus dem Grundrecht zur Errichtung privater Schulen (Art. 7 Abs. 4 GG) in Verbindung mit den dort aufgeführten Bedingungen (z. B. Sonderungsverbot) eine öffentliche Leistungspflicht ableitet: eine staatliche Pflicht, die Bestandssicherung freier Schulen und somit eines pluralistischen Schulwesens durch eine entsprechend ausgestaltete Finanzhilfe zu gewährleisten.

Dreißig Jahre nach dieser epochalen Leitentscheidung lässt sich feststellen, dass unter dem Druck knapper öffentlicher Haushalte diese verfassungsrechtliche Leistungspflicht angekratzt und ausgehöhlt wurde. Die Politik setzte verschiedentlich den Rotstift an, aber auch die Rechtsprechung der Gerichte entfernte sich schrittchenweise von der reinen Verfassungslogik, die das BVerfG 1987 so schlüssig zelebrierte. Kostenökonomische Argumentationen hielten Einzug auch in juristische Denkweisen und Begründungen, die Rechtsprechung geriet unter den "kalten Stern der Knappheit" (J. M. Keynes). Dies ist äußerst bedenklich, sollte die Gewährung und Ausübung von Grundrechten nicht durch die Knappheit öffentlicher Haushalte tangiert werden. Knappe Mittel sind primär dort einzusparen, wo rein politisch gewollte Subventionen vorliegen, nicht jedoch auf dem Feld des vom Grundgesetz ausdrücklich institutionalisierten Schulwesens in freier Trägerschaft!

Fakt ist jedoch, dass die öffentliche Hand an jedem Schüler an einer Schule in freier Trägerschaft spart, indem sie für ihn nur Zweidrittel des Geldes aufwendet wie für einen Grundschüler an einer staatlichen Schule. Wieviel genau das Land je "freien Schüler" zahlt, wird in Sachsen-Anhalt jedes Jahr aufs Neue anhand einer im Landesschulgesetz (§ 18a) festgeschriebenen Formel berechnet. Diese Formel ist kompliziert und greift mit mehreren Parametern auf die tatsächlichen Verhältnisse an den staatlichen Schulen zurück. Zum Beispiel der Parameter "Klassenfrequenz" (= Schüler je Klasse): Verwendet wird der Landesmittelwert der entsprechenden staatlichen Schulen des jeweils vorangegangenen Schuljahres. Steigt die Schülerzahl in den Klassen der staatlichen Schulen, sinkt die Finanzhilfe für die freien Träger (so dass diese genötigt werden, über ebenfalls höhere Klassenstärken oder andere Rationalisierungen nachzudenken).

Ein anderer Parameter der Berechnungsfomel nennt sich "Jahresentgelt". Dahinter verbirgt sich das Bruttoentgelt einer angestellten Lehrkraft an einer staatlichen Schule im laufenden Schuljahr. Dieses wird maßgeblich durch den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) bestimmt. Dieser Tarifvertrag beinhaltet mittlerweile sechs "Erfahrungsstufen", die die Länge der Dienstzugehörigkeit berücksichtigen. Das Gehalt steigt von Stufe zu Stufe. Die angestellten Lehrkräfte an den staatlichen Schulen Sachsen-Anhalts sind ganz überwiegend in den Erfahrungsstufen 5 (ab 10 Jahre Dienstzugehörigkeit) und 6 (ab 15 Jahren) eingestuft. Der Mittelwert liegt, je nach Schulform, zwischen 5,4 und 5,7. Dieser hohe Wert überrascht nicht, wenn man sich klar macht, dass ein z. B. 27jähriger Berufsanfänger im Lehrerberuf bereits mit 42 Jahren in die höchste Erfahrungsstufe 6 rutscht und dort dann bis zum Ruhestand verbleibt, womöglich also weitere 20 oder 25 Jahre lang und somit den längsten Teil seiner Diensttätigkeit überhaupt.

Pikanterweise legt das Bildungsministerium bei der Berechnung der Finanzhilfe für freie Schulen seit 12 Jahren konstant die Erfahrungsstufe 4 zugrunde. Die tatsächlichen Verhältnisse an den staatlichen Schulen werden damit seit Jahren nicht korrekt abgebildet, obwohl dies das Schulgesetz vorsieht.

Eine Magdeburger Privatschule hat vor Jahren bereits damit begonnen, die ihr zugegangenen Finanzhilfebescheide des Landesschulamtes gerichtlich anzufechten. Mit Erfolg! Seit über einem Jahr ist letztinstanzlich geklärt, dass die Berechnung der Finanzhilfe fehlerhaft bzw. rechtswidrig war. Empörenderweise führte dies bisher zu keiner Abänderung der Berechnungsweise! Nach wie vor, zuletzt im September 2019 bei der Festsetzung der endgültigen Schülerkostensätze für das vergangene Schuljahr 2018/2019, wird lediglich die Erfahrungsstufe 4 angelegt. Die rechtswidrige Praktik wird dreist fortgeführt! Hintergrund dafür ist der schlichte Umstand, dass diesbezügliche Mittel im Haushalt nicht eingestellt sind. Der politische Wille, Mittel über einen Nachtragshaushalt bereit zu stellen, ist offensichtlich nicht gegeben. Der politische und öffentliche Druck, umgehend zu einer schulgesetzkonformen Handhabe überzugehen, fehlt leider auch. Zumindest noch.

Der Verband deutscher Privatschulen (VDP), bei dem auch wir Mitglied sind, initiiert nun eine Klagewelle freier Träger gegen das Land. Auch wir als kleine Dorfschule loten derzeit Aufwand und Nutzen einer Klage aus. In Kürze werden wir entscheiden, ob auch wir Finanzhilfebescheide gerichtlich anfechten.

Den Eltern, die flankierend einen Protestbrief an den Ministerpräsidenten Haselhoff absandten, danke ich herzlich. Freie allgemeinbildende Schulen beherbergen immerhin 9,4 % aller Schüler des Landes (2017), Tendenz steigend. Es geht also um nicht wenige Menschen, Familien und Wähler. Das dürfen die Landespolitiker gerne merken.

Henning

SAVE THE DATE:  Samstag, 25. April 2020 ab 11 Uhr

Wir feiern unser 25. jähriges Bestehen in Depekolk!

 

Zum Start gibt es am 01.04.20 eine 

Fortbildung zu den Hengstenberg-Materialien 

Verstehen kommt von Stehen – Einführung in die Spiel- und Bewegungspädagogik Elfriede Hengstenbergs

Kinder brauchen Bewegung. Aber welche, damit sie ihr inneres und äußeres Gleichgewicht wieder finden? Dieser Fragestellung der Gymnastiklehrerin Elfriede Hengstenberg (1892-1992), kommt angesichts der Problematik vieler Kinder unserer Zeit, die sich in ihrer Haltung, Motorik, Emotionalität und Lernbereitschaft ausdrückt, wachsende Aktualität zu.
Mit der Umsetzung des Spiel- und Bewegungsansatzes von Elfriede Hengstenberg in Kitas und Grundschulen schaffen wir günstige Bedingungen für Entfaltungs- und Nachentfaltungsprozesse bei Kindern.

Nach 25 Jahren Praxis mit dem Hengstenberg-Spiel wissen wir: Es bekommt unseren Kindern gut, wenn wir erwachsenen Begleiter wissen wie. Wichtige Impulse für eine, an der natürlichen Lernbereitschaft von Kindern orientierten Begleitung, können wir aus der Hengstenberg-Arbeit bekommen. Auf deren bewährte Spielpraxis können wir uns theoretisch und praktisch (Bewegungsexperimente) beziehen.

Die Weiterbildung findet am Mittwoch, den 1.4.2020 von 14°°-17°° Uhr, in den Räumlichkeiten des FSA e.V. in Depekolk Nr.3, statt. Anmeldungen bitte direkt in der Kita bei Frau Tzschentke unter der Tel.-Nr. 039032-98122. Bei Teilnahme freuen wir uns über eine kleine Spende.

Bitte mitbringen: Bewegungsfreundliche Kleidung, Wollsocken, Wolldecke, wir bewegen uns
auch barfuß. Es begleitet: M. Peter Fuchs, Gymnasiallehrer, Spiel-/Bewegungspädagoge nach
Hengstenberg, Referent der Hengstenberg-Pikler-Gesellschaft e.V., Fachbuchautor.