Freie Schule Altmark e.V.

Trägerverein der Grundschule und Kita in Depekolk und des Waldkindergartens in Poppau

Eine Welt für alle

Projektbeschreibung aus dem Sachkundeunterricht im Schuljahr 2015/16, klassenübergreifend:

Hier haben wir uns vor allem mit dem Thema Flucht auseinandergesetzt. Zunächst stellten wir
fest, dass viele unserer Vorfahren ebenfalls aus ihrer alten Heimat geflohen sind und sich ein
neues Leben aufgebaut haben. Anhand der Kurzfilme „Zuflucht gesucht“ haben wir uns
intensiver mit einzelnen aktuelleren Fluchtgeschichten befasst. Wir haben erfahren, aus welcher
Not heraus viele Menschen fliehen und wie schwierig es ist, sich dann in einem ganz fremden
Land zurechtzufinden. So Vieles ist erst einmal fremd: Sprache, Schrift, Essen, Gewohnheiten,
Aussehen, sogar Wind und Wetter und einiges mehr. Wir versuchten dann, in verschiedenen,
uns fremden Schriften, etwas zu schreiben. Das war ganz schön schwierig!
Das Kinderbuch „Bestimmt wird alles gut“ von Kirsten Boie und Jan Birck gab uns einen Einblick
in das zurzeit sehr aktuelle Schicksal von Menschen, die aus Syrien fliehen. Spannend waren für
uns auch die im Buch enthaltenen Wörter und Sätze zum Arabischlernen. Danach hieß es dann:
Jalla, jalla! (Los, los!) , denn jetzt wollten wir etwas tun. So haben wir mit großer Motivation
bunte Willkommensschilder in verschiedenen Sprachen gemalt.
Wir probten dann gemeinsam ein Lied ein, ebenfalls auch auf verschiedenen Sprachen. Denn wir
waren uns einig: „Wir sind eins, wir gehören zusammen, wir gehören zusammen, wir sind eins.
Eine Menschheit, eine Erde, eine Schöpfung, ein großer Geist!“ Zu diesem Lied haben wir
gemeinsam Rap-Strophen gedichtet.
Mit den Willkommensschildern und dem Lied haben wir dann die Demonstration „Gegen Rechte
Gewalt - für ein solidarisches Miteinander“ in Salzwedel am 19. März 2016 bereichert. Zwei
Kinder haben in der Lernzeit sogar eine kleine Rede für die Demo entwickelt, und diese nach
mehrmaligem Üben frei auf dem Rathausplatz vorgetragen. Es war toll zu spüren, wie
aufmerksam die Menschenmenge den berührenden Worten gelauscht hat.
Den Abschluss des Projektes bildete schließlich der Besuch des Heims für geflüchtete Menschen
in der Fabrikstraße in Salzwedel. Hier bildete ein gemeinsames Fußballspiel den Höhepunkt.
Gegen Ende des Schuljahres haben wir unser „Wir sind eins“- Lied im Tonstudio eines Elternteils
unserer Schule aufgenommen.


Projektbegleitung: Juliane Nader

 

Der Energiesong

Erst Schulsong, dann Wettbewerbsgewinn und nun Tonstudio: Die Schülerinnen und Schüler der FSA haben mit ihrer Lehrerin Juliane Nader ein Energiesparlied geschreiben und vertont, mit dem sie beim bundesweiten Wettbewerb der Umweltstiftung „Save our Future“ gewonnen haben: „Energie ist toll und wundervoll, denn ohne Energie geht’s nie, doch nichts ist unbegrenzt, kein Vorrat ohne Ende, Energie ist nicht umsonst, drum schaff mit uns die Wende.“ Den Song kann man sich hier anhören.


Die Auszeichnung der Stiftung spornte sie an, ihr Lied nochmal in einem professionellen Tonstudio aufzunehmen. Unterstützt wurden sie dabei von engagierten Eltern, wie Demian Oyarce, Inhaber der „Musikschule am Fluss“. Er war mit seinen instrumentalen Fähigkeiten am Schlagzeug, Bass und Gitarre eine große Hilfe. Zwei Pädagogen unterstützten auf der Trompete und am Klavier. Im Tonstudio „Grüner Bereich“ von Lars Kretschmer nahmen die Kinder der Grundschule Depekolk ihr „Energiesparlied“ auf, womit sie unter die ersten 10 Plätze beim „Kindergie-Wettbewerb 2014“ kamen.


Lehrerin Juliane Nader begleitet das Musikprojekt seit den ersten Textzeilen im November: „Die Kinder haben einen richtig guten Text gedichtet. Wir haben dann zusammen die Reimform überarbeitet und fetzige Rap-Strophen draus gemacht. Alles musste ganz schnell gehen, denn wir wollten uns rechtzeitig bewerben.“
Gesucht wurden die besten, originellsten und lustigsten Songs zum Thema Klimaschutz. Ziel war es, Kitas und Schulen zum Singen gegen Energieverschwendung und zur Auseinandersetzung mit den Themen Energie und Nachhaltigkeit anzuregen.

Im Januar kam dann die Erfolgsmeldung. Die Sieger des „Kindergie-Wettbewerbs 2014“ standen fest! Unter den 60 eingereichten Songs wählte eine Jury jeweils die besten fünf in den Kategorien „Kita“, „Grundschule“ und „weiterführende Schule bis zur 8. Klasse“ aus. Die Finalisten mussten sich dann einem spannenden Online-Voting stellen. Die meisten Stimmen konnte ein Musikkindergarten aus Hamburg gewinnen. „Unsere Depekolker Schüler landeten auf den Plätzen 4-10, die mit einem Preisgeld in Höhe von jeweils 500 Euro dotiert waren“, freut sich Petra Stoppel, Geschäftsführerin des Trägervereins. „In diesem Jahr werden unsere Schule und der Kindergarten ‚Purzelbaum‘ 20 Jahre alt. Die Auszeichnung bestärkt uns in unserer Arbeit – vor allem jetzt im Jubiläumsjahr. Und ich kann auch schon verraten, dass wir damit wieder ein tolles neues Musikprojekt anstoßen werden.“, ergänzt sie.
„Die Einsendungen haben uns mit ihrem Ideenreichtum und Engagement begeistert,“ erklärt Ralf Thielebein, Geschäftsführer der Umweltstiftung und KINDERGIESONG 2014-Jurymitglied, „sie zeigen, dass die Auseinandersetzung mit zukunftsrelevanten Themen bereits in Kitas und Grundschulen lebendig gestaltet werden kann.“

„Kreise ziehen – Ernährung als elementarer Bestandteil unserer Grundschulpädagogik“

Seit Oktober 2014 läuft das Projekt „Kreise ziehen – Ernährung als elementarer Bestandteil unserer Grundschulpädagogik“ - an unserer Schule.
Der reformpädagogische Ansatz von Maria Montessori versteht sich als ganzheitlich, daher gehört auch das Thema „Ernährung“ mit all seinen Unterthemen (Anbau, Verarbeitung, globale Entwicklungen, Müllvermeidung etc. …) stets zu Themen die im Unterricht (z.B. Sachunterricht) behandelt werden.

Durch den steigenden Bedarf nach Hortplätzen, steigt jedoch auch bei uns der Bedarf nach einer gesunden, kindgerechten Versorgung (Mittagstisch). Vielen unserer Eltern und Vereinsmitgliedern liegt das Thema „gesunde Ernährung“ sehr am Herzen. Es geht nicht um „ideologische Grabenkämpfe“ zwischen bio oder nicht bio, zwischen vegetarisch und nicht vegetarisch, es geht um den Wunsch, den eigenen Kindern ein Bewusstsein für den Wert der Nahrungsmittel zu vermitteln. Frisches, teils selbst hergestelltes und gezogenes Gemüse aus dem Schulgarten ist einfach gesünder, frischer und schmeckt besser als warmgehaltenes „Catering-Essen“ mit welchem die Versorgung üblicher Weise stattfindet.

Aus diesem Sinn heraus ist das Projekt gewachsen. Es soll die Kreisläufe, Anbau, Ernte, Verarbeitung, Haltbarmachung von Nahungsmitteln mit dem der Essenszubereitung verbindet. Dank der Förderung von der Heidehofstiftung können wir unser Projekt seit Oktober 2014 schrittweise umsetzen. Es wurde eine Honorarkraft gefunden, welche einmal wöchentlich mit Kindern der Grundschule kocht. So sind die Kinder bei der Herstellung der Mahlzeit beteiligt, lernen Lebensmittel und Hygienevorschriften kennen, schnippelt Tomaten oder stellen Sesam-Krokant für den Nachtisch her. Auch ist das Kochen für andere eine zutiefst soziale Tätigkeit. Ich versorge jemanden, ich tue etwas für andere. Wir finden, das Kochen eine gute Möglichkeit darstellt um dass Bewusstsein der Kinder dahingehend zu öffnen etwas für das gemeinsame und eigene Wohlergehen zu tun.

"Kreise ziehen“ haben wir unser Projekt genannt, weil auch dies Bestandteil des Projektes ist: Wir möchten mit der Idee „Kreise ziehen“ - wir möchten die Kinder mit einbeziehen in die Mittagsversorgung. Mit dieser Idee möchten wir „Schule machen – Kreise ziehen“. Hier kann Selbstversorgung im wahrsten Sinne gelernt bzw. vermittelt werden. Das konkrete Mit-Kochen der Kinder kann aufgegriffen werden in den Unterricht. Chris – sie begleitet das Projekt als pädagogische Mitarbeiterin - beschreibt es so:

Das Projekt „Kreise ziehen...“ hat mich zum Thema des momentanen Sachunterrichtangebots „Unser Essen – Unser Körper“ inspiriert.
Die Kinder lernen, welche Stationen das Essen in unserem Körper durchläuft und was dabei geschieht. Zum Beispiel bewegt die Speiseröhre die Nahrung durch Muskelbewegungen in den Magen, deshalb können die Kinder einen Kopfstand machen und trotzdem durch einen Strohhalm Wasser trinken.
Das haben wir als kleines Experiment durchgeführt.
Einige Kinder haben ein großes Wandbild zum Verdauungsvorgang gemalt, was sich die Kinder der anderen Gruppen anschauen können. Beim „Lecker – Schmecken – Quiz“ wurde der Geschmackssinn der Kinder getestet. Sie mussten mit verbundenen Augen erraten was sie essen. Ein anderes Experiment war: an welcher Stelle der Zunge die Nahrung süß, sauer, salzig oder bitter schmeckt.
Die Kinder haben eine Ernährungspyramide gestaltet und dabei gelernt welche Lebensmittel gesund sind und aus welchen Bausteinen sie bestehen. In diesem Zusammenhang wurde klar welche Getränke und welches Essen unserem Körper Energie und Wachstum schenkt.
Auch wurde deutlich, welche Getränke, welches Essen wir deshalb oft bzw. eher selten konsumieren sollten (wie z.B. Fett oder Süßigkeiten). Dieses neu erworbene Wissen kann im Kochangebot umgesetzt und angewandt werden. Die Kinder haben hier die Gelegenheit Rezepte auszuprobieren, gesunde Getränke zu mixen oder vollwertige Snacks für den „Hunger zwischendurch“ her zu stellen.
Auch hier entstehen „Kreise“ bzw. werden Kreisläufe verdeutlicht, aufgegriffen, Zusammenhänge werden darstellbar und für die Kinder erfahrbar.“

Weihnachtsmusical "Der kleine Tag" Dezember 2014

Ein großer Erfolg war die Aufführung des Musicals „Der kleine Tag“ in der vollbesetzten Schulaula. Vor der selbstgestalteten Theaterkulisse feierten die Schüler eine gelungene Premiere.
Das moderne Märchen des Autoren-Trios Wolfram Eicke (Text) und Hans Niehaus/Rolf Zuckowski (Musik) stellt die Geschichte des „kleinen Tages“in den Mittelpunkt.

Voller Neugierde hört der Himmelsbewohner zu, wenn die schon zurückgekehrtenTage bei der allabendlichen Versammlung von ruhmreichen Taten, Entdeckungen, Katastrophen und historischen Erfindungen berichten. Wunderschön dazu der Auftritt des kleinen Tages, gespielt von Marla Barisch, mit dem Lied „Ich bin nur heute, war nie zuvor, werd nie mehr sein, und so geht’s nicht nur mir allein“. Endlich nach langem Warten darf der kleine Tag durch ein Sternenloch auf seinem Lichtstrahl für 24 Stunden auf die Erde reisen. Er ist überzeugt, dass ihm dort etwas ganz Besonderes geschehen wird, etwas, das ihn unvergesslich macht. Den Alltag der Menschen erlebt der staunende Stern mit singenden Kindern auf einem Schulhof, mit aufgeregten Gästen vor einer Theaterkasse, infröhlicher Runde am Lagerfeuer oder beim Spaziergang eines glücklichen Liebespaares – jede Begegnung mit Schwung und Phantasie in Szene gesetzt.
Zurückgekehrt im Sternenlichtreich berichtet der kleine Tag der Schar der wichtigen Tage von seinen Eindrücken auf der Erde, wird aber verspottet, weil bei ihm „nichts Besonderes passiert sei“. Ist es Neid oder Missgunst?? Aber die gute Seele des Stücks, der „geheimnisvolle Tag“, gespielt von Ronja Ruhrus, tröstet den Erdenbesucher und weckt seinSelbstvertrauen: „Du bist du, wirst nie ein andrer sein! Dies ist deine Zeit, dies ist dein Leben“.
Erst ein Jahr später, stellt sich heraus, dass überall auf der Erde die Menschen den kleinen Tag mit Tänzen und Gesängen feiern, weil an diesem Tag auf der Erde überhaupt nichts Schlimmes geschehen war, keine Kriege, keine Katastrophen, keine Hungersnöte. Es war der Tag des Friedens und der Versöhnung.

Mit der Aufführung boten die 1. bis 4. Klässler über eine Stunde gelungenen Musikgenuss für Eltern und Gäste. Die Besucher waren begeistert von der emotionalen Darbietung und spendeten anhaltenden Beifall. In der Weihnachtsprojektwoche wurde für das Musical intensiv geprobt, dass die Kinder unter der Leitung der Lehrerinnen Juliane Nader und Chris Yinga zur Aufführung brachten. Mit der eigens für dieses Stück ins Leben gerufenen Liveband musizierten die Lehrer der Schule an Klavier, Klarinette und Gitarre sowie zwei Eltern an Schlagzeug und Kontrabass.

Das Musical wurde noch ein weiteres Mal für die Kindergartenkinder von Purzelbaum und des Waldkindergartens aufgeführt.

Eine Welt kommt ins Klassenzimmer – Schulprojekttag "Globales Lernen"

Zum fünften Mal fanden die Entwicklungspolitischen Bildungstage in Sachsen Anhalt statt, organisiert vom EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V.
Das erste Mal nahmen die Grundschüler der Freien Schule Altmark daran teil.
Am Montag, den 17. November boten Referenten von 8 bis 13 Uhr unseren Schülern zwei Workshops an:
"Krallen, Tatzen, Flügel und Blüten“
Die Kinder begaben sich mit dem WWF-Artenschutzkoffer auf eine fiktive Weltreise in verschiedene Länder. Sie trafen dabei auf andere Kinder, die aus ihrem Alltag und von unterschiedlichen Tieren und Pflanzen aus ihrer Heimat erzählten. Anhand der Gegenstände aus dem Koffer und eines Dufträtsels wurden Hintergründe zum Thema Artenschutz und seine Wichtigkeit auch bei uns in Deutschland vermittelt.
"Der Weg zum Anderen "(Burkina Faso)
Die Kinder unternahmen eine Reise in das "Land der Aufrichtigen"- das bedeutet Burkina Faso übersetzt. Auf dem Weg dorthin besuchten sie Städte und Länder in Europa und Afrika. Sie begegneten Menschen, die dort leben und lernten ihre Sprache und Lebensart kennen. Schließlich "entdeckten" sie das westafrikanische Land mit seinen vielfältigen Kulturen und Traditionen.

Der Natur auf der Spur – Projekttag Artenvielfalt im Juni 2014

Die Grundschule Depekolk beteiligte sich am 16. GEO-Tag der Artenvielfalt. Es ging um die Bestandsaufnahme der heimischen Natur, wir haben dafür unser naturnah gestaltetes Schulgelände unter die Lupe genommen.
Wir haben uns der biologischen Vielfalt vor der eigenen Schultür gewidmet, dabei unsere Beobachtungsgabe geschärft, Interesse an der Vielfalt der Erscheinungsformen des Lebens geweckt und naturkundliches Wissen vertieft. Mit Lupen, Keschern, Bestimmungsliteratur und vor allem auch mit der kundigen Unterstützung von Natur-Experten aus der Region wollten wir das Art-Inventar des Schulgeländes, von Gräsern bis Gehölzen, von Schnecken bis Vögeln, so weit wie möglich erfassen. Unser Vorgehen und unsere Entdeckungen haben wir fachlich und künstlerisch dokumentiert.
Und nebenbei haben wir essbare Wildkräuter für einen schmackhaften Salat gesammelt.

Die Initiative des Magazins GEO, 1999 ins Leben gerufen, hat im letzten Jahr rund 15.000 Menschen mobilisiert – vom naturbegeisterten Grundschüler bis zum Universitätsprofessor. Die Idee des GEO-Tags der Artenvielfalt: innerhalb eines Tages in einem begrenzten Gebiet möglichst viele Tiere und Pflanzen zu identifizieren – und damit zu zeigen, dass es Vielfalt auch vor der eigenen Haustür zu entdecken gibt. Ziel ist es nicht, Rekorde zu brechen. Die Erlebnisse zählen mehr als die Ergebnisse. Es geht darum, den Blick für den Artenreichtum im eigenen Umfeld zu schärfen und die faszinierenden Lebensformen, die sich in unserer Nähe verbergen, neu zu entdecken.

Herbst 2012 - Gewaltfrei Lernen in Depekolk

Im letzten Schuljahr (2011/2012) waren wir zunehmend mit dem sozialen Klima an unserer Schule unzufrieden. Immer häufiger kam es zu Ärgereien unter den Kindern. Da wir viel Wert auf einen respektvollen Umgang miteinander legen, haben unsere Pädagogen sich intensiv mit der angespannten Situation an unserer Schule auseinander gesetzt. Uns wurde bewusst, dass wir es mit regelrechten Mobbingfällen zu tun hatten. Gleichzeitig erkannten wir, dass uns das pädagogische Know-How für dieses Thema fehlte. Also haben wir uns zum Thema Mobbing belesen und einen ersten Elterninfoabend einberufen.

In dieser Zeit besuchten zwei Kolleginnen eine Bildungsmesse in Hannover, wo sie Kontakt mit dem Förderverein Gewaltfrei Lernen e.V. aufnahmen. Wir sahen hier eine Möglichkeit, unsere Kinder zu stärken und ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie sich gegen verbale und körperliche Angriffe wehren können. So wie die Leiter des Gewaltfrei-Lernen-Projektes sehen wir die besten Chancen für ein verbessertes Schulklima in der Zusammenarbeit von Pädagogen, Eltern und Kindern.

Mit Unterstützung der Techniker Krankenkasse (Gesunde Schule) und der Unfallkasse Sachsen-Anhalt (Prävention) haben wir dann das Projekt durchgeführt im Oktober 2012 durchgeführt. An drei Tagen erlebten unsere Schüler und wir Pädagogen im intensiven Gruppenunterricht verschiedene Möglichkeiten, in Konfliktsituationen selbstbewusst und bestimmt aufzutreten. In Rollenspielen konnten sich die Kinder über die Auswirkungen verschiedener Verhaltensweisen bewusst werden. Bei dem gut besuchten Elternabend wurde die Theorie erläutert, Übungen durchgeführt und Fragen beantwortet. Die Eltern wurden ermutigt, ihre Kinder beim Erlernen der angebotenen Handlungsalternativen zu unterstützen und diese möglichst selber anzuwenden. In der sechsstündigen Fortbildung, bei der die Pädagogen und Elternhelfer aller drei Einrichtungen anwesend waren, erfuhren wir mehr über den theoretischen Hintergrund und sammelten in Rollenspielen eigene Erfahrungen zu den Themen Beleidigen und Ausgrenzen. Abschließend arbeiteten wir gemeinsam mit Hilfe des Projektleiters von Gewaltfrei Lernen e.V., wie wir die Erfahrungen und Erkenntnisse der Projekttage in den Schulalltag einbauen können.
Das Projekt wird nun von unseren Pädagogen mit Hilfe der "Handreichungen zur Nachbereitung" fortgeführt.

Nähere Infos zum Projekt gibt es unter http://www.gewaltfreilernen.de